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Wodurch zeichnet sich die Unternehmenskultur von SFS aus?

Die Visionen «Alle Mitarbeitende sind Mitunternehmende» und «Gemeinsam streben wir nach nachhaltigem Erfolg» stammen aus den Anfangsjahren von SFS, haben den Weg des Unternehmens geprägt und charakterisieren die Unternehmenskultur – die SFS DNA – bis heute. Wir streben nach Erfolg durch Verbesserung und Innovation und das in enger Partnerschaft mit unseren Kunden, Arbeitskolleginnen und -kollegen und Lieferanten. Gemeinsam sind wir erfolgreich, verbessern uns stetig und setzen neue technologische Standards, in Einklang mit unseren Werten und unserem Leitbild.

Die hohe Identifikation der Mitarbeitenden mit dem Unternehmen führt zu der starken und verbindenden SFS DNA. Diese äussert sich unter anderem in einer hohen Mitarbeiterzufriedenheit – von welcher beispielsweise der 2. Platz am Swiss Arbeitgeber Award 2021 zeugt – und einer langjährigen Firmenzugehörigkeit sowie einem hohen Innovationsgrad in allen Geschäftsbereichen.

Fragen und Antworten

Die COVID-19-Pandemie stellte die Geschäftsstrategie hinsichtlich ihrer Effektivität auf den Prüfstand. Die strategische Ausrichtung hat sich dabei als robust und richtig erwiesen:

  • Die Nähe zum Kunden ist für SFS zur erfolgreichen Umsetzung der Value Proposition essenziell. Wir verfolgen im Sinne der «Local-for-Local»-Strategie den kontinuierlichen Aufbau einer globalen Entwicklungs- und Produktionsplattform. SFS und ihre Kunden profitierten in diesem Zusammenhang von einer erhöhten Liefersicherheit, die aufgrund von kurzen und robusten Lieferketten realisiert werden konnte.
  • Dank der balancierten Ausrichtung auf unterschiedliche Regionen, Endmärkte und Vertriebskanäle federte SFS die Folgen des Nachfrageeinbruchs erfolgreich ab.
  • Mit dem verstärkten Fokus auf die Medizinaltechnik – einen weltweit wachsenden Markt – positioniert sich SFS attraktiv für die Zukunft.
  • Dank der guten Ertragskraft und der soliden Bilanz hat das Unternehmen die Kraft, auch in der Krise eine langfristig ausgerichtete Strategie zu verfolgen und die damit verbundenen Investitionen zu tätigen. Aufgrund dieser Erkenntnisse sieht sich SFS bestärkt, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzuverfolgen.

SFS Produkte sind erfolgskritisch in verschiedensten Anwendungsbereichen im Fahrzeug. Dazu gehören u. a. Sitzgurte, Airbags oder Bremssysteme. Die Innovations- und Wachstums-treiber sind dabei die Trends zu mehr Komfort, Sicherheit, Effizienz und übergeordnet zum autonomen Fahren. SFS profitiert von der damit einhergehenden Elektrifizierung der Fahrzeuge, da wir hierdurch weitere Wachstumsfelder, wie z. B. Aktuatoren für elekt¬rische Bremssysteme, erschliessen können. Diese Trends sind unabhängig vom Antriebsstrang. Der Anteil von Produkten für Verbrennungsmotoren liegt im tiefen einstelligen Prozentbereich des Umsatzes der SFS Group. Eine langfristige Verdrängung des Verbrennungsmotors hat keine signifi¬kanten Auswirkungen auf unser Geschäft. Aufgrund der robusten Innovations- und Wachstumstrends sowie der hohen Wettbewerbsfähigkeit geht SFS von einer Fortführung des starken organischen Wachstums aus, welches 4–6% über der Entwicklung des Gesamtmarktes liegen dürfte. Zur Realisierung dieser Wachstumsprojekte werden zusätzliche Produktionskapazitäten geschaffen, so z. B. durch die Erweiterung der Produktionsplattform in Nantong (China) oder dem Bau einer zusätzlichen Produktionshalle in Heerbrugg (Schweiz).

Die Kaltmassivumformung ist nicht nur ein sehr produktives Verfahren für die Her¬stellung von grossen Serien, sondern dank der sehr hohen Effizienz beim Material¬verbrauch auch ein umweltschonendes. Anders als bei alternativen zerspanenden Herstellverfahren (z. B. Fräsen oder Drehen) wird bei der Kaltmassivumformung kein Material entfernt, sondern das Rohteil in zwei bis sechs Umformstufen praktisch ohne Materialverlust in die Endform gebracht. Die Materialeinsparung im Vergleich zu zer¬spanenden Verfahren ist abhängig von der Form des Bauteils, typischerweise aber sehr hoch.

Über das gesamte Spektrum von Fertigungsteilen bei SFS schätzen wir die Material-einsparung auf ca. 67%. Basierend auf unserem jährlichen Rohmaterialverbrauch, den anfallenden Emissionen bei der Herstellung von Stahl und der nicht erforderlichen Zer-spanungsleistung, verhindert der Einsatz der Kaltmassivumformung rund 300’000 Tonnen an CO2-Emissionen. Dies entspricht ungefähr dem jährlichen CO2-Ausstoss von ca. 50'000 Einfamilienhäusern mit einer herkömmlichen Öl- oder Gasheizung.

Nachhaltigkeit ist uns wichtig! Nachhaltiges Denken und Handeln gibt uns die Möglichkeit, unsere Prozesse und Produkte täglich zu hinterfragen und zum Wohle aller Anspruchsgruppen stetig zu verbessern. Die Entwicklung nachhaltigerer Produkte und Lösungen durch unsere Kunden gibt uns als «Value Engineering Specialist» eine Vielzahl von Möglichkeiten, mit unserem Know-how und getreu dem Leitbild «Inventing success together» unseren Kunden nachhaltigen Mehrwert zu bieten.

Detaillierte Informationen rund um das Thema Nachhaltigkeit bei SFS können Sie unter sustainability.sfs.com nachlesen. Der aktuelle Report für die Berichtsperiode 2021 wird Ende Mai 2022 publiziert. SFS verfolgt das langfristige Ziel, nachhaltiges Denken und Handeln ganzheitlich in die Unternehmensstrategie und das Geschäftsmodell zu integrieren. Als Mitglied des UN Global Compact bekennt sich SFS zu den Sustainable Development Goals (SDGs) und priorisiert hier aktuell folgende vier Ziele: SDG 4 – Hochwertige Bildung, SDG 8 – Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum, SDG 12 – Verantwortungsvoller Konsum und nachhaltige Produktion sowie SDG 13 – Massnahmen zum Klimaschutz. Diese Priorisierung spiegelt sich in den durch die Materialitätsanalyse von 2019 identifizierten wesentlichen Themen (Wirtschaftliche Leistung, Arbeitssicherheit & Gesundheitsschutz, Aus- & Weiterbildung, Emissionsreduktion sowie Sozioökonomische Compliance), welche alle zwei Jahre einer Überprüfung unterzogen werden, wider. Über die Zielsetzungen, Massnahmen und Fortschritte zu den einzelnen Themen informiert SFS jährlich im Rahmen des Dokuments «Communication on Progress» (UN Global Compact) sowie im GRI-Bericht (Option «Kern»).

Das Segment D&L fusst auf den historischen Wurzeln der SFS Group. Gegründet 1928 als Eisen¬warenhandlung Stadler in Altstätten, entwickelte sich das Handels¬geschäft konstant weiter und wurde im Verlauf der Zeit um neue Produkt- und Anwendungs¬felder ergänzt. Der geografische Fokus auf die Schweiz wurde dabei bis zum Ablauf des vergangenen Geschäftsjahres beibehalten, sodass das Segment seine Marktposition in der Schweiz kontinuierlich ausbauen und verstärken konnte.

Durch das Einbringen der Hoffmann SE erlangt das Segment neu eine international starke Stellung im attraktiven Bereich der Qualitätswerkzeuge. Die Unternehmen verbindet eine langjährige, erfolgreiche Zusammenarbeit sowie hohe Übereinstimmung hinsichtlich Leistungsversprechen und Werthaltung. Die Bündelung der Kräfte markiert einen Meilenstein und eröffnet aufgrund der komplementären Aufstellung attraktive Entwicklungsmöglichkeiten. Gemeinsam können zukünftig Vorteile bei Digitalisierung, Logistik, Software und Einkauf genutzt werden. Ebenfalls ergeben sich durch die Eingliederung von Hoffmann in das Segment D&L zusätzliche Wachstumsperspektiven durch umfangreiche Cross-Selling-Potenziale. So erhalten die bestehenden Hoffmann Kunden mittelfristig Zugang zu den Kompetenzen von SFS in den Bereichen mechanische Befestigungssysteme und elektronische Beschaffungs- und Logistiklösungen.

Trotz der Übernahme der Hoffmann SE bleibt die Wachstumsstrategie der SFS unverändert. Der Fokus liegt weiterhin auf profitablem organischen Wachstum und der zielgerichteten Akquisition kleiner und mittelgrosser, erfolgreicher Unternehmen in allen bestehenden Geschäftsfeldern und Regionen. Auch nach der Übernahme der Hoffmann SE wird SFS über eine gesunde Bilanz verfügen, welche das unternehmerische Handeln und ergreifen von Chancen auch zukünftig ermöglichen wird. Ziel bleibt eine balancierte Ausrichtung auf Anwendungen in verschiedenen Endmärkten und Geografien, um den Einfluss wirtschaftlicher Zyklen und Krisen auf den Geschäftsgang zu reduzieren.

Die digitale Revolution ist einer der wichtigsten Megatrends für SFS. Wie bereits vor der COVID-19-Pandemie nutzt das Unternehmen weiterhin konsequent Möglichkeiten und Anwendungen der voranschreitenden Digitalisierung von Produkten und Prozessen zur stetigen Verbesserung und Effizienzsteigerung in allen Geschäftsbereichen. Beispiele aus dem vergangenen Geschäftsjahr sind:

  • Weitere Optimierung von Anlagen- und Produktionsprozessen zur Qualitätssicherung mittels vernetzen, sammeln und auswerten von Anlagen- und Prozessparametern
  • Fortschreitende Entwicklungen im Bereich elektronischer Beschaffungs- und Logistiksysteme, welche den Kunden beispielsweise das automatisierte Warenlagermanagement durch Einbindung in deren ERP-System ermöglichen
  • Zeitgemässe E-Commerce-Angebote wie der eShop des Segments Distribution & Logistics, welche schnelle Informationsbeschaffung und einfache Bestellprozesse ermöglichen
  • Weitere grosse Investitionen in die Optimierung und fortlaufende Vernetzung von SFS-internen Geschäftsprozessen mit dem ERP-Generationswechsel zu S/4HANA, um Markt- und Kundenanforderungen besser und effizienter erfüllen und einen höheren Standardisierungsgrad der operativen Prozesse erreichen zu können
  • Starkes Engagement im Bereich Cybersecurity mit Fokus auf technischen Lösungen und präventiven Massnahmen zur Risikominimierung
  • Verbreitete Nutzung virtueller Kommunikationskanäle wie eine digitale Eventplattform, eigenes Videostudio zur Produktion von Inhalten und dem Rollout der Mitarbeiter-App mySFS.

In allen diesen und vielen weiteren Bereichen verfügt SFS über eigene Spezialisten, welche in Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern die Weiterentwicklung der Anwendungen vorantreiben und somit die digitalen Kompetenzen von SFS stetig erweitern.

Die Aufteilung in drei Segmente, welche für die drei unterschiedlichen Geschäfts¬modelle stehen, ist für SFS vorteilhaft. Während sich die Segmente Engineered Components und Fastening Systems in den Bereichen Fertigungs¬technologien und -fähigkeiten gegenseitig fördern und ergänzen, profitieren die Segmente Fastening Systems und Distribution & Logistics von gemeinsamen Kompetenzen in den Bereichen Verkauf und Vertrieb, Dienstleistungen sowie Logistiklösungen. Unser Leistungs¬versprechen – «Inventing success together» – zieht sich durch alle Segmente unserer Geschäftstätigkeiten und bedingt den ununterbrochenen Willen zur stetigen Verbesserung, um für unsere Kunden Mehrwert zu schaffen. Mit dem Ziel, in enger Partnerschaft den Erfolg gemeinsam zu erfinden.

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Die SFS Group hat ihre historischen Wurzeln in der Schweiz: Hier begann 1928 die Geschichte des Unternehmens in der damaligen Eisen¬waren¬handlung Stadler in Altstätten. Das 1960 gegründete Presswerk in Heerbrugg legte den Grundstein für die industriellen Aktivitäten und die internationale Entwicklung. Das Bestreben, nahe bei unseren Kunden zu sein, war der Treiber für die Internationalisierung und führte zum Aufbau einer globalen Präsenz.

Auch heute ist die Schweiz immer noch von grosser Bedeutung für die SFS Group. Neben der Division Distribution & Logistics Schweiz, deren Aktivitäten auf die Schweiz ausgerichtet sind, und den zentralen Service-Bereichen versorgen die Divisionen Automotive und Industrial ihre europäischen Kunden primär von den Standorten in der Schweiz aus. Dank der Fokussierung auf die Entwicklung und Herstel¬lung von know-how-intensiven und technologisch anspruchs¬vollen Produkten sowie auf hoch automatisierbare und kapital-intensive Prozesse sind die Schweizer Standorte international wettbewerbsfähig – auch vor dem Hintergrund des starken Schweizer Frankens. Die relativ gute Verfüg¬barkeit von qualifizierten Mitarbeitenden ist dabei ein wichtiger Standortvorteil und macht die Schweiz zum Innovations- und Technologie-Hub.

Die weltpolitische Lage ist in den vergangenen Jahren unübersichtlicher geworden. Nationalistische Tendenzen haben sich vielerorts verstärkt. Der verschärfte Ton in den Handelsbeziehungen wird zunehmend zum Risikofaktor. Die möglichen Konsequenzen sind für die Weltwirtschaft derzeit kaum abschätzbar.

Trotz dieser Herausforderungen blickt SFS vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Als Value-Engineering-Spezialist, der in ausgewählten Nischenanwendungen mit oft erfolgskritischen Präzisionsprodukten für seine Kunden Mehrwert schafft, sind wir schon immer nah bei den Kunden gewesen. Die Vorteile unserer «Local-for-Local»-Strategie kommen in diesem Kontext voll zur Geltung. Diese Eigenschaften sind unser Treiber für Innovation und Internationalisierung und führten zum Aufbau einer globalen Präsenz. Mit standardi¬sierten Produktionsanlagen schaffen wir ein hohes Mass an Flexibilität – die in einem Worst Case rasch zu einem wichtigen Wettbewerbsvorteil werden kann.

Beispielsweise werden Szenarien einer Verlagerung der Supply Chain der Elektronik¬industrie ausserhalb Chinas intensiv verfolgt und mit den Kunden diskutiert. Über ihre etablierten Standorte in Malaysia und Indien verfügt SFS bereits über potenziell alternative Produktionsplattformen. Durch die breite Verankerung in verschiedenen Nischenanwendungen haben wir gute Voraussetzungen, um negative Entwicklungen in einzelnen Märkten abzufedern.

Über die internen Entwicklungsabteilungen verfolgt SFS kontinuierlich die technologischen Entwicklungen in den für sie relevanten Geschäftsbereichen. Dies führt zu Ergänzungen entlang der gesamten Wertschöpfung und des Produktportfolios, falls die Neuerungen in den strategischen Fokus von SFS passen.

SFS verfolgt die Entwicklung der additiven Fertigungsverfahren und setzt diese z. B. im Bereich von Prototypen bereits erfolgreich ein. Unser Fokus liegt aber auf Märkten und Anwendungen, die von der Produktion sehr hoher Stückzahlen geprägt sind: SFS fertigt jährlich über 30 Milliarden Präzisionskomponenten weltweit. Bei diesen Volumina bietet z. B. die Kaltmassivumformung – eine unserer Kerntechnologien – aufgrund der sehr hohen Produktivität grosse Vorteile. Additive Fertigungsverfahren sind heute bei diesen Mengenleistungen keine Alternative. Mit steigendem Reifegrad könnten sie das Technologieportfolio von SFS zukünftig aber wertvoll ergänzen.

Bei Befestigungslösungen fokussiert sich SFS auf ausgewählte mechanische Anwendungen, die unseren Kunden Mehrwert bieten können. Dieser Zusatz¬nutzen kann z. B. in Form eines effizienteren Befestigungsprozesses, einer höheren Zuverlässigkeit oder einer verbesserten Ergonomie realisiert werden. Bei solchen Anwen¬dungen sind alternative Befestigungssysteme wie z. B. eine Klebeverbindung typischerweise keine sinnvolle Alternative bzw. kreieren diese nicht den aufgezeigten Mehrwert.

Die neue Produktionsplattform in Nantong bringt sowohl der Division Electronics als auch anderen Divisionen von SFS wichtige strategische Vorteile in verschiedenen Geschäftsbereichen. Die breite Palette an Fertigungskompetenzen in Nantong stösst bei bestehenden und potenziellen Kunden auf grosses Interesse:

  • Die Produktionsstätte verfügt über eine zeitgemässe Infrastruktur und alle relevanten Lizenzen zur Oberflächenbeschichtung von Komponenten.
  • Für die Division Electronics ist das Werk in Nantong der wichtigste Produktionsstandort. Dank der neuen Plattform in Nantong konnte die Division Electronics seit der Inbetriebnahme im Jahr 2019 Effizienzsteigerungen durch die erfolgreiche Konsolidierung mehrerer chinesischer Standorte realisieren.
  • Im Automobilbereich dient das Werk als Plattform, um den Bedarf nach einer weiteren Lokalisierung der Komponentenfertigung abzudecken, welche SFS ihren Kunden mit ihrer «Local-for-Local»-Strategie bieten kann. Neue Projekte mit lokal ansässigen Kunden konnten bereits akquiriert werden.
  • Die Plattform in Nantong wird dem Segment D&L und den Divisionen Medical und Riveting ebenfalls erlauben, lokal ansässige Kunden vor Ort zu beliefern und somit zu einem wichtigen Standortvorteil werden.

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