FS_Banner
Segmentberichte – Fastening Systems

Leistung gesteigert

Trotz der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Nachfrage konnte das Segment Fastening Systems die Ertragskraft steigern. Das Segment profitierte dabei von den fortlaufenden Bemühungen der letzten Jahre zur Steigerung der Effizienz.

Divisionen haben sich unterschiedlich entwickelt
Die Geschäftsentwicklung im Segment Fastening Systems (FS) war von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie geprägt. Die beiden Divisionen des Segments waren in unterschiedlichem Ausmass betroffen. Die Bauindustrie, auf welche die Division Construction ausgerichtet ist, unterlag weniger harten Einschränkungen durch die implementierten COVID-19-Schutzmassnahmen. Dies spiegelte sich in einem Umsatzrückgang wider, der deutlich kleiner war als z.B. in den automobilnahen Bereichen der Division Riveting. Im zweiten Halbjahr verzeichnete die Nachfrage in der Bauindustrie eine Erholung, wodurch sich der Umsatzrückstand im Vergleich zur Vorjahresperiode kontinuierlich reduzierte. Aufgrund der positiven Konsolidierungseffekte in der Division Construction aus den Akquisitionen der Triangle Fastener Corporation, Inc (TFC), und der Moderne Befestigungselemente GmbH (MBE), resultierte für die Division insgesamt ein Umsatzwachstum.

Die Division Riveting, mit ihrer Ausrichtung auf Anwendungen in der Industrie und dem Automobilsektor, war von den Verwerfungen aufgrund der COVID-19-Pandemie deutlich stärker und länger betroffen. Im ersten Halbjahr, insbesondere im zweiten Quartal, bedeutete dies einen markanten Nachfragerückgang. Dafür profitierte die Division von einer stärkeren Erholung ab dem vierten Quartal und Umsätzen, die in einzelnen Bereichen und Monaten über den Vorjahreswerten lagen.

Der Umsatz im Segment FS betrug in der Berichtsperiode CHF 489.7 Mio., was einem Umsatzrückgang von –1.7% im Vergleich zu 2019 entspricht. Positive Konsolidierungseffekte trugen 6.0% zur Umsatzentwicklung bei, während negative Währungseffekte im Umfang von –5.3% diese belasteten.

Kennzahlen Fastening Systems
in Mio. CHF
2020 +/- Vj. 2019 2018
Umsatz mit Dritten
Wachstum vergleichbar
489.7 –1.7%
–2.4%
498.3 437.1
Nettoumsatz 500.7 –2.1% 511.4 452.4
EBITDA
In % des Nettoumsatzes
78.6
15.7
16.4% 67.5
13.2
63.2
14.0
Betribeserfolg (EBIT)
In % des Nettoumsatzes
59.7
11.9
26.7% 47.1
9.2
44.2
9.8
Betriebserfolg (EBIT) normalisiert1
In % des Nettoumsatzes
57.6
11.5
22.3% 47.1
9.2
44.2
9.8
Durchschnittlich eingesetztes Betriebskapital 270.9 –8.9% 297.4 273.6
Investionen 10.9 37.4% 17.4 16.5
Mitarbeitende (FTE) 2'438 0.4% 2'429 2'267
ROCE (%)2 21.3 15.87 16.1

12020 normalisiert um Buchgewinn aus dem Verkauf von nicht betrieblichen Aktiven CHF 2.1 Mio.
2EBIT in % des durchschnittlich eingesetzten Betriebskapitals

Leistungssteigerung in schwierigem Umfeld erreicht
Die teils massiven Verwerfungen in der Geschäftsentwicklung, welche die Berichtsperiode geprägt haben, waren eine erhebliche Herausforderung. Ertragsseitig konnte der Einfluss der abgeschwächten Nachfrage im ersten Semester mittels temporärer Kapazitätsreduktionen und strikter Kostenkontrolle sowie bei der Division Riveting mittels struktureller Anpassungen – welche bereits 2019 implementiert worden waren – kompensiert werden. Im zweiten Semester profitierte das Segment, neben dem anhaltend strikten Kostenmanagement, von der verbesserten Auslastung und den erheblichen Anstrengungen der Vorjahre zur Steigerung der Effizienz. Getragen von dieser positiven Entwicklung, resultierte für das Gesamtjahr 2020 eine EBITMarge von 11.9% (Vj. 9.2%). Beide Divisionen haben zu dieser bemerkenswerten Leistungssteigerung in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld beigetragen und die Zielmarke von einer EBIT-Marge von 10% überschritten.

Von stabiler Nachfrage profitiert
Nach einem guten ersten Quartal mit moderatem organischem Wachstum war die Division, welche Kunden in der Bauindustrie in Europa und Nordamerika bedient, mit einem durch die COVID-19-Pandemie bedingten Nachfragerückgang im zweiten Quartal konfrontiert. Dieser war besonders ausgeprägt bei grösseren Systemherstellern und Distributoren. Im Gegensatz dazu verzeichnete das Direktgeschäft mit Handwerkern und Installateuren eine anhaltend gute Nachfrage. Dies vor dem Hintergrund, dass die Realisierung der bereits begonnenen Projekte vorangetrieben wurde und die Arbeiten auf den Baustellen in vielen Ländern entsprechend fortgesetzt oder nur für kurze Zeit unterbrochen wurden.

Um die Auswirkungen auf das Ergebnis zu reduzieren, wurden temporäre Anpassungen der Produktions- und Vertriebskapazitäten vorgenommen. Auf strukturelle Massnahmen wurde verzichtet. Ähnlich wie bei anderen Divisionen setzte ab den Sommermonaten eine Belebung der Nachfrage ein. Für das Gesamtjahr resultierte ein Umsatz, der auf vergleichbarer Basis auf dem Niveau des Vorjahres lag. Unterstützt wurde die Umsatzentwicklung von positiven Konsolidierungseffekten durch die Akquisitionen von TFC (per 1. April 2019) und MBE (per 1. Januar 2020).

Die Division profitierte von ihrer Fokussierung auf Anwendungen, denen robuste Innovations- und Wachstumstrends in der Bauindustrie zugrunde liegen. Diese beinhalten in der Montage effizientere Befestigungslösungen, Installationen zur Erhöhung der Arbeitssicherheit und Befestigungslösungen für hochwertige und energieeffiziente Fassadensysteme. Durch den Einsatz von SFS Produkten entstehen auf Kundenseite wichtige Beiträge zu den Bereichen Umwelt, Gesundheit und Sicherheit. Wachstum bei diesen Anwendungen, welche teils mit einer deutlichen Erhöhung des Wertanteils der SFS Lösungen einhergehen, unterstützte die solide Entwicklung.

Ausblick 2021
Die Entwicklung im 2021 bleibt von erheblicher Unsicherheit geprägt, welche sich mit einem Abklingen der COVID-19-Pandemie schrittweise reduzieren sollte. Aufgrund der aktuellen Einschätzung erwartet die Division Construction für das 2021 eine insgesamt flache Entwicklung.

Leistungssteigerung auf Basis umfangreicher Massnahmen realisiert
Die Leistungen der Division Riveting sind vor allem auf die industriellen Abnehmersegmente und die Automobilindustrie ausgerichtet. Nachdem sich bereits 2019 eine verhaltene Nachfrage in wichtigen Kundensegmenten zeigte, belastete die erste globale Welle der COVID-19-Pandemie die Nachfrage zusätzlich. Auch die Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Vollzug des Brexits belastete die Entwicklung. Diese Faktoren führten zu einem deutlichen Umsatzrückgang im ersten Halbjahr 2020. Temporäre Massnahmen zur Anpassung der Produktionskapazitäten halfen dabei, den negativen Einfluss auf die Ertragskraft zu verringern. Der positive Einfluss der im vergangenen Geschäftsjahr initiierten strukturellen Massnahmen wurde durch die COVID-19- Pandemie verzögert, aber zunehmend im zweiten Semester spürbar. Ab dem vierten Quartal profitierte die Division von einer generellen Erholung der Nachfrage, welche insbesondere in den automobilnahen Bereichen ausgeprägt war. Teils dürften Lagereffekte einen positiven Effekt auf die Nachfrage gehabt haben, z.B. zum Aufbau von Sicherheitsbeständen zur Vorbereitung auf den Brexit.

Die Entwicklungen der einzelnen Produktsegmente der Division unterschieden sich deutlich. Über das gesamte Jahr hinweg waren Verkäufe von Setzgeräten erfreulich stark. In diesem Bereich sieht die Division weiterhin viel Potenzial durch die Einführung innovativer und verbesserter Produkte zu wachsen (siehe Infobox zu Cordless Alliance System).

Ausblick 2021
Die Entwicklung im 2021 bleibt von erheblicher Unsicherheit geprägt, welche sich mit einem Abklingen der COVID-19-Pandemie schrittweise reduzieren sollte. Für 2021 erwartet die Division Riveting eine Fortsetzung der Erholung der Märkte und damit eine Rückkehr zu organischem Wachstum.

Segmentbericht_5_1920px

Cordless Alliance System (CAS) neu bei GESIPA®
GESIPA®, der Spezialist für Blindniet- und Blindnietmutter-Technologie, ist ab sofort einer der teilnehmenden Hersteller des Cordless Alliance System (CAS). Die Akku-Setzgeräte der GESIPA Produktlinie «Bird Pro» werden ab dem Frühjahr 2021 nach und nach auf die Akku-Technologie des von Metabo initiierten, herstellerübergreifenden Akku-Systems umgestellt werden. Die Vorteile im Überblick:

  • Flexibilität und Kostenvorteile dank herstellerübergreifendem Akku-System
  • Zukunftsfähige Akku-Technologie mit hoher Zuverlässigkeit
  • Leistungsstarke CAS-Akkupacks, die auf Li-Ion bzw. LiHD Technologie basieren