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Segmentbericht – Engineered Components

Stark gefordert

Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie forderten die Divisionen des Segments Engineered Components stark. Nach einem deutlichen Umsatzrückgang im ersten Semester entwickelte sich die Nachfrage im zweiten Halbjahr in den meisten Märkten des Segments positiv.

Deutliche Umsatzsteigerung im zweiten Semester erzielt
Die Entwicklung im Segment Engineered Components (EC) mit seiner starken Ausrichtung auf industrielle Anwendungen, insbesondere auf die Automobilindustrie, war erheblich von der COVID-19-Pandemie geprägt. Nach einem grundsätzlich soliden Start im ersten Quartal wurden die Auswirkungen der Pandemie im zweiten Quartal massiv spürbar. Die Nachfrage brach, bedingt durch Werkschliessungen bei wichtigen Kunden und weitere Restriktionen in einigen Bereichen deutlich ein. Ab Juli setzte eine Erholung ein, welche im Verlauf des zweiten Semesters an Dynamik gewann und in den automobilnahen Bereichen ausgeprägt war. Im Vergleich zum ersten Halbjahr stieg der Umsatz im zweiten Semester auf Segmentebene markant um 36.3% an.

Die Entwicklung im zweiten Semester und vor allem im vierten Quartal profitierte von der positiven Entwicklung im Bereich der Elektronikindustrie. Sie wurde von erfolgreichen Produktlancierungen wichtiger Kunden getragen. Die Division Electronics hat dabei ihre hohe Leistungsfähigkeit bei Produkthochläufen – wie bereits im Anschluss an den Lockdown zum chinesischen Neujahrsfest – erneut unter Beweis gestellt.

Kennzahlen Enigeered Components
in Mio. CHF
2020 +/- Vj. 2019 2018
Umsatz mit Dritten
Wachstum vergleichbar
898.3 –6.1%
–4.0%
957.1 967.0
Nettoumsatz 910.4 –5.6% 964.2 972.5
EBITDA
In % des Nettoumsatzes
210.8
23.2
0.3% 210.1
21.8
234.8
24.1
Betriebserfolg (EBIT)
In % des Nettoumsatzes
141.2
15.5
–3.9% 147.0
15.2
176.6
18.2
Betriebserfolg (EBIT) normalisiert 1
In % des Nettoumsatzes
141.2
15.5
–14.0% 164.1
17.0
176.6
18.2
Durchschnittlich eingesetztes Betriebskapital 720.5 2.9% 700.4 652.1
Investionen 83.1 –11.7% 94.1 116.3
Mitarbeitende (FTE) 7'293 2.0% 7'153 6'977
ROCE (%) 2 19.6 23.4 27.1

12019 normalisiert um Umzugskosten Nantong (China) CHF 17.1 Mio.
2EBIT normalisiert in % des durchschnittlich eingesetzten Betriebskapitals

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Mit dem verstärkten Fokus auf die Medizinaltechnik positioniert sich SFS attraktiv für die Zukunft.

Über das ganze Jahr hinweg stützte das organische Wachstum der Division Medical die Segmentsentwicklung. Die negativen Auswirkungen der Pandemie auf die Geschäftstätigkeit, z.B. durch das Aufschieben von nicht lebensnotwendigen Eingriffen, konnten durch das generelle Marktwachstum und die Lancierung von Neuprodukten kompensiert werden.

In verschiedenen industriellen Nischengeschäften war nach dem scharfen Einbruch im zweiten Quartal eine Erholung im zweiten Semester spürbar. Insgesamt war diese deutlich weniger ausgeprägt als in automobilnahen Bereichen. Besonders herausfordernd bleibt die Situation aufgrund der durch die COVID-19-Pandemie ausgelösten Restriktionen im Luftfahrtbereich.

Im Geschäftsjahr 2020 erwirtschaftete SFS im Segment EC einen Umsatz von CHF 898.3 Mio, was einem Umsatzrückgang um –6.1%, im Vergleich zum Vorjahr, entspricht. Die deutlich negativen Währungseffekte von –4.7% wurden teils durch die positiven Konsolidierungseffekte als Folge der Übernahme von T&M im Umfang von 2.6% kompensiert.

Ertragskraft profitiert von sichtlich besserer Auslastung im zweiten Semester
Die teils massiven Nachfragerückgänge im zweiten Quartal mit einer reduzierten Produktionsauslastung waren eine erhebliche Belastung für die Ertragskraft im Segment EC. Der Effekt war im Vergleich zu den anderen beiden Segmenten hier besonders ausgeprägt, da die Wertschöpfungstiefe markant höher ist. Dank frühzeitig ergriffener, umfangreicher Massnahmen zur temporären Reduktion der Kapazitäten und striktem Kostenmanagement konnten die negativen Folgen abgefedert werden. Dennoch halbierte sich das operative Ergebnis im ersten Semester im Vergleich zur Vorjahresperiode. Die EBIT-Marge sank auf 9.1%. Durch den Verzicht auf strukturelle Massnahmen blieben die Arbeitsplätze erhalten und die Organisation befähigt, bei der späteren Erholung der Geschäftstätigkeit wieder rasch einsatzbereit und damit lieferfähig zu sein.

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Ab dem Sommer begann sich die Nachfrage deutlich zu erholen, was besonders in den automobilnahen Bereichen zu spüren war.

Die Erholung setzte in den automobilnahen Bereichen überraschend schnell ein, ebenso wie die gute Nachfragedynamik seitens Kunden der Division Electronics. Dadurch verbesserte sich die Auslastung im zweiten Semester zusehends. Die Massnahmen zur temporären Reduktion der Kapazitäten wurden nur noch teilweise und in deutlich geringerem Umfang angewendet. Die Betriebsgewinnmarge im zweiten Halbjahr lag mit 20.2% deutlich über dem Wert des ersten Semesters. Für das Gesamtjahr resultierte eine EBIT-Marge von 15.5% (Vj. 17.0% normalisiert).

Basis für zukünftiges Wachstum gestärkt
Auch während der COVID-19-Pandemie wurden die Investitionen in Kapazitätserweiterungen und Wachstumsprojekte vorangetrieben. Dies stärkte die Basis für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit. Die Investitionen im Segment EC betrugen 2020 CHF 83.1 Mio. (Vj. CHF 94.1 Mio.).

Neben substanziellen Investitionsprojekten für Anwendungen im Bereich der elektrischen Bremssysteme, waren Infrastrukturprojekte wichtige Treiber. Zur Realisierung der Wachstumsprojekte im Medizinalbereich wurde mit Standorterweiterungen in Hallau (Schweiz) und in Franklin (USA) begonnen.

Zur weiteren Realisierung der Wachstumsprojekte im Bereich Automotive startete im Februar 2021 der Bau einer zusätzlichen Produktionshalle in Heerbrugg (Schweiz).

Auch die neue Produktionsplattform in Nantong hat sich im Verlauf des Jahres bewährt und die geplanten Effizienzsteigerungen konnten realisiert werden. Nach der erfolgreichen Konsolidierung der chinesischen Standorte der Division Electronics nutzen die anderen SFS Divisionen die lokal vorhandenen Ressourcen und Prozesse nun vermehrt. Die breite Palette an Fertigungskompetenzen in Nantong stösst bei bestehenden und potenziellen Kunden auf grosses Interesse. Wichtiger Treiber ist hier der Bedarf nach einer weiteren Lokalisierung der Komponentenfertigung, welche SFS mit ihrer «Local-for-Local»-Strategie bieten kann. Im Bereich Automotive verläuft die Entwicklung der akquirierten Projekte nach Plan und die ersten Serienhochläufe werden im ersten Semester 2021 erwartet. Daneben wird die Plattformin Nantong dem Segment D&L und der Division Medical erlauben, lokal ansässige Kunden vor Ort zu beliefern, und somit zu einem wichtigen Standortvorteil werden.

Deutliche Belebung im zweiten Semester verzeichnet
Die verhaltene Nachfrage in der Automobilindustrie aus dem Vorjahr hat sich auch ins Berichtsjahr 2020 hinein fortgesetzt. Die erste globale Welle der COVID-19-Pandemie drückte zusätzlich auf die Nachfrage. Werkschliessungen bei wichtigen Kunden während des Lockdowns führten in den Monaten April und Mai zu massiven Nachfrageeinbrüchen entlang der gesamten Lieferkette. Der Einbruch im Endmarkt Automotive betrug im zweiten Quartal im Vergleich zur Vorjahresperiode 58%. Dank der erheblichen Nutzung von Instrumenten zur temporären Anpassung der Kapazität wurden die negativen Auswirkungen beschränkt.

Trotz des markanten Einbruchs wurde auf strukturelle Massnahmen und damit den Abbau von Arbeitsplätzen grösstenteils verzichtet. Damit wurde die Organisation befähigt, die Lieferfähigkeit während der anschliessenden Erholung zu gewährleisten. Die Erholung setzte im Juli ein und verstärkte sich im Verlauf des zweiten Halbjahrs zusehends. Die damit einhergehende verbesserte Auslastung wirkte sich positiv auf die Entwicklung der Ertragskraft aus.

Der Lockdown führte auf Kundenseite zu einer temporären Verzögerung bei der Vergabe von Neuprojekten. Bestehende Innovationsprojekte wurden unverändert vorangetrieben und die für SFS wichtigen Innovationstrends Steigerung der Effizienz, Erhöhung des Komforts, Verbesserung der Sicherheit und übergeordnet das autonome Fahren, welches mit einer Elektrifizierung des Fahrzeugs einhergeht haben sich als robust erwiesen. Sie bilden die Basis für zukünftiges Wachstum. Die Wettbewerbsposition von SFS bleibt unverändert stark.

Im Frühling hat SFS mit der Übernahme der Firma Truelove & Maclean (T&M) ihre «Local-for-Local»-Strategie weiter umgesetzt und die bestehende Entwicklungs- und Produktionsplattform in Nordamerika um die Tiefziehtechnik erweitert. T&M hat trotz des schwierigen Marktumfelds, aufgrund der COVID-19-Pandemie, eine solide Ertragskraft erarbeitet. Die Aufnahme in die globale Fertigungsplattform und die Integration in die SFS Familie laufen nach Plan und erste Neuprojekte mit Kunden in Nordamerika konnten gewonnen werden.

Ausblick 2021
Die Entwicklung im 2021 bleibt von erheblicher Unsicherheit geprägt, welche sich mit einem Abklingen der COVID-19-Pandemie schrittweise reduzieren sollte. Die Division Automotive geht davon aus, dass sich die Nachfrage nach einem verhaltenen ersten Halbjahr im Jahresverlauf verstärken dürfte. Aufgrund der Projektpipeline ist die Division zuversichtlich, dass sich der Bereich weiterhin stärker als der Markt entwickeln wird.

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Neubau Produktionshalle 6

  • Zur Realisierung von Projekten im Bereich elektrische Bremssysteme
  • Investitionsvolumen CHF 25–30 Mio.
  • Schafft rund 100 neue Arbeitsplätze am Standort in Heerbrugg (Schweiz)
  • Sowie eine zusätzliche Produktionsfläche von 9’400 m² und eine Lagerfläche von 2’800 m²
  • Der Neubau wird konsequent auf Nachhaltigkeit, Effizienz und Schonung von Ressourcen ausgerichtet
  • Geplante Inbetriebnahme Mitte 2022

Von anhaltend guter Nachfrage beeinflusst
Die Division Electronics wurde, aufgrund ihrer Präsenz in China und anderen asiatischen Ländern sowie durch die von den chinesischen Behörden angeordnete Verlängerung des Betriebsunterbruchs über das chinesische Neujahrsfest, als erste SFS Division massiv von der Pandemie getroffen. Bei der anschliessenden Wiederaufnahme der Betriebstätigkeit hat die Organisation von ihrer Stärke bei der Realisierung von anspruchsvollen Hochläufen profitiert und die Lieferfähigkeit rasch wieder hergestellt. Durch das schnellen Hochfahrens und der guten Nachfrage seitens der Kunden in den Bereichen Lifestyle Electronics, Smartphones und Accessories konnten die Auswirkungen des Betriebsunterbruchs rasch kompensiert werden. Trotz der betrieblichen Einschränkungen realisierte die Division im ersten Quartal ein organisches Wachstum.

Der Division gelang es, den Wachstumskurs über die ganze Berichtsperiode hinweg beizubehalten. Im zweiten Halbjahr profitierte Electronics erneut von den erfolgreichen Produkthochläufen ihrer Schlüsselkunden in den Produktkategorien, welche sich bereits im ersten Halbjahr als Wachstumstreiber gezeigt hatten. Auch bei diesen Produkthochläufen hat die Division ihre Stärke und hohe Zuverlässigkeit unter Beweis gestellt und temporär von höheren Allokationen profitiert. Ebenfalls hat die Division von der stärkeren Produktpenetration profitiert, welche in einem höheren Wertanteil resultierte. Dank der hohen Kompetenz in der Kaltumformung und Zerspanungstechnik hat sich die Division Electronics, welche unter der Marke Unisteel am Markt präsent ist, insbesondere im Bereich derAccessories (Power Adapter, Earbuds, Smartwatches) eine starke Position geschaffen.

Infolge der technologischen Entwicklung hat sich der Umsatz mit Komponenten für Festplatten-Laufwerke wie erwartet erneut rückläufig entwickelt. Die negative Entwicklung wurde abgefedert durch das Geschäft mit Komponenten, welche für die Montage von High Capacity Enterprise Drives verwendet werden. Diese Produkte kommen in Rechenzentren zum Einsatz und profitieren somit stark vom Trend hin zu Cloud-Computing und dem Wachstum der Streamingdienste. Der Wertanteil bei diesen Anwendungen liegt aufgrund der höheren Anforderungen und des Produktdesigns über den Werten anderer HDD-Anwendungen, weshalb der generelle Rückgang im HDD-Markt teilweise kompensiert werden konnte. Mittelfristig sollen die Fertigungskapazitäten am Fertigungsstandort für HDD-Komponentenin Malaysia, welche als Folge des weiterhin schrumpfenden Marktes frei werden, in anderen Geschäftsfeldern eingesetzt werden: einerseits für die Produktion von Komponenten für Medizinaltechnikkunden im regionalen Markt. Andererseits zur Realisierung von Projekten, welche Kunden als Folge des schwelenden US-chinesischen Handelskonflikts aus China in andere südostasiatische Länder verlagern. Dank ihrer globalen Produktionsplattform (z.B. auch mit einem Standort in Indien) ist SFS gut positioniert, um diese Kunden bei solchen Verlagerungen effizient betreuen zu können.

Am Standort in Nantong (China) wurde im Geschäftsjahr eine hohe Auslastung sowie ein hohes Leistungsniveau erreicht, womit die Erwartungen an den neuen Standort erfüllt wurden. Der Standort ist von hoher Bedeutung für die Division Electronics, aber auch für die Geschäftsaktivitäten anderer Divisionen, insbesondere Automotive.

Ausblick 2021
Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Unsicherheiten sowie der erwartet rückläufigen Entwicklung im HDD-Bereich und einem starken Basiseffekts im zweiten Halbjahr, erwarten die Division Electronics für 2021 eine flache Entwicklung.

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Der neue Standort in Nantong (China) hat sich bewährt und die geplanten Effizienzsteigerungen konnten realisiert werden.

Erholung im zweiten Semester zaghaft
Die Division Industrial bedient verschiedene Nischensegmente. Diese waren unterschiedlich stark von der durch COVID-19 verursachten Nachfrageschwäche betroffen. Nach den teils markanten Einbrüchen im zweiten Quartal stabilisierte sich die Situation in einigen Bereichen wieder ab der Jahresmitte. Die im Automobilbereich beobachtete starke Erholung blieb in den meisten Kundensegmenten der Division Industrial jedoch aus. Daher zeigte sich zum Jahresende ein nur leicht verbessertes Bild gegenüber dem ersten Semester. Weiterhin relativ stabil entwickelte sich die Nachfrage nach Kunststoffkomponenten für unterschiedliche industrielle und medizinaltechnische Anwendungen. In anderen industriellen Anwendungsfeldern und insbesondere im Bereich Aircraft lag der Umsatz markant tiefer als in der Vorjahresperiode. Die Entwicklung im Bereich Aircraft dürfte herausfordernd bleiben, da die Bedarfszahlen erheblich nach unten korrigiert und Kapazitäten in der gesamten Lieferkette abgebaut wurden.

Der anfangs Jahr begonnene Ausbau des Werks in Hallau (Schweiz: Mikro-Spritzgusskomponenten für Anwendungen in den Bereichen Pharma und Healthcare) verläuft in allen Bereichen nach Plan. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme der neuen Kapazitäten ist für Mitte 2021 vorgesehen.

Im Zuge der neuen Strategie der Division Medical und der daraus erfolgenden organisatorischen Anpassungen werden die Geschäftseinheit Micro Plastics (Mikrospritzgusskomponenten für Anwendungen in den Bereichen Pharma und Healthcare, produziert in Hallau, Schweiz), Teile der Geschäftseinheit Industrial Plastics (Spritzgusskomponenten für Anwendungen im Bereich Dental, produziert in Altstätten, Schweiz) und die Geschäftseinheit Medical Components (hauptsächlich titanbasierte Knochenschrauben, produziert in Heerbrugg, Schweiz) schrittweise in die globale Produktionsplattform der Division Medical einbezogen.

Ausblick 2021
Die Entwicklung im 2021 bleibt von erheblicher Unsicherheit geprägt, welche sich mit einem Abklingen der COVID-19-Pandemie schrittweise reduzieren sollte. Die Division Industrial geht davon aus, dass sich die Nachfrage nach einem verhaltenen ersten Halbjahr im Jahresverlauf verstärken dürfte. Aufgrund der Projektpipeline ist die Division zuversichtlich für die weitere Entwicklung, wobei die Nachfrage im Bereiche Aircraft weiterhin schwach verlaufen dürfte.

Wachstumskurs fortgesetzt
Die durch die COVID-19-Pandemie ausgelösten Einschränkungen waren im Medizinalbereich weniger stark ausgeprägt als in anderen Anwendungsbereichen des Segments EC. Der Nachfragerückgang konnte vor allem auf die Folge von Verschiebungen nicht lebensnotwendiger Eingriffe, wie in vielen Ländern als direkte Folge der COVID-19-Pandemie praktiziert, zurückgeführt werden. Betroffen war aufgrund des Produktmixes v.a. der Fertigungsstandort in Hernando (USA). Der Nachfragerückgang wurde durch den generellen Wachstumstrend in diesem Markt und den Hochlauf verschiedener Neuprojekte mehr als kompensiert. Die positive Entwicklung zeichnete sich über die verschiedenen Anwendungsfelder hinweg breit ab.

Durch das Wachstum der letzten Jahre ist der Hauptsitz von Tegra Medical in Franklin, Massachusetts (USA), an seine Kapazitätsgrenzen gestossen. Um die langfristige Entwicklung der Division am strategisch wichtigen Life-Sciences- und MedTech-Hub in Boston zu sichern, investierte die Division in unmittelbarer Nähe des aktuellen Standorts in den Umbau einer grösseren Industrieliegenschaft. Der Umbau verlief planmässig und die ersten Fertigungszellen konnten an den neuen Standort verschoben werden.

Ausblick 2021
Für das Geschäftsjahr 2021 erwartet die Division Medical eine Fortführung der positiven Entwicklung. Die Umsetzung der angepassten «MedTech-Strategie» wird mit der Schaffung der globalen Produktionsplattform im Fokus stehen.

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«MedTech-Strategie»
SFS weitet ihre erfolgreiche Strategie der globalen Produktionsplattform auf Leistungen für die Medizinaltechnik aus. Durch den Einbezug weiterer Standorte der SFS Group werden zukünftig neben Kunden in Nordamerika auch Kunden in Europa und Asien lokal unter der Marke Tegra Medical mit Leistungen für die Medizinaltechnik bedient. Dabei nutzt SFS lokale Standorterweiterungen in Hallau (Schweiz) sowie in Franklin (USA) als Basis zur Expansion. Im Zusammenhang mit der Neustrukturierung und fokussierten Ausrichtung der Division Medical übernahm Walter Kobler, langjähriges Mitglied der Konzernleitung der SFS Group und Leiter der Division Industrial, seit dem 1. Januar 2021 zusätzlich die Leitung dieser Division.