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Lagebericht

Engagement und Flexibilität

Geprägt durch die COVID-19-Pandemie und die ergriffenen Massnahmen zu deren Eindämmung, stellte das Jahr 2020 die SFS Group vor grosse Herausforderungen. Bei der erfolgreichen Bewältigung profitierten wir vom grossen Engagement und der hohen Flexibilität aller Mitarbeitenden. Nach einem teils markanten Nachfragerückgang im ersten Halbjahr erholte sich die Nachfrage ab den Sommermonaten in verschiedenen Endmärkten und Regionen deutlich. Der Umsatz im Geschäftsjahr betrug CHF 1’704.9 Mio. und lag mit –4.3% nur leicht unter dem Vorjahr. Die erarbeitete EBIT-Marge erreichte mit 13.3% das Vorjahresniveau.
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Heinrich Spoerry, Präsident des Verwaltungsrats
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre

Die COVID-19-Pandemie hat die SFS Group und ihre Mitarbeitenden in verschiedener Hinsicht stark gefordert. Im Unterschied zu anderen wirtschaftlichen Krisen stand im vergangenen Geschäftsjahr zusätzlich der Schutz der Gesundheit der Mitarbeitenden und ihres Umfelds im Zentrum. Es galt, mit den extremen Schwankungen in der Nachfrage umzugehen, Kosten zu senken und dabei flexibel und lieferfähig zu bleiben. Die Nachfragevolatilität wird beim Vergleich der Semesterergebnisse deutlich: Im zweiten Semester stieg der Gesamtumsatz gegenüber dem ersten Semester um 20.4% an. Dieser Verlauf wurde durch die balancierte Ausrichtung auf unterschiedliche Märkte und Regionen, die diversifizierten Absatzkanäle und durch den klaren Fokus auf Kundenbedürfnisse und Innovationstrends begünstigt. SFS verteidigte ihre Wettbewerbsposition erfolgreich und bleibt inmitten der COVID-19-Pandemie unverändert gut positioniert.

Trotz des Umsatzeinbruchs im ersten Halbjahr von organisch –10.4% gegenüber der Vorjahresperiode konnte SFS den Umsatzrückgang über das ganze Geschäftsjahr 2020 organisch auf –3.2% gegenüber 2019 begrenzen. Konsolidierungseffekte trugen 3.0% zum Jahresumsatz bei, während Währungseffekte die Entwicklung mit –4.1% bremsten. Der Bruttoumsatz für das Geschäftsjahr 2020 erreichte CHF 1’704.9 Mio.

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Jens Breu, CEO

Mitarbeitende im Zentrum
In diesem aussergewöhnlichen Jahr konnte sich SFS auf die Solidarität und Flexibilität ihrer Mitarbeitenden verlassen. Sie trugen frühzeitig und konsequent Massnahmen mit, um die Gesundheit zu schützen, die Lieferfähigkeit sicherzustellen sowie den Einfluss der tieferen Auslastung auf den Ertrag zu mindern:

  • Präventive Massnahmen wie angepasste Verhaltens- und Hygienemassnahmen sowie Anpassungen der Arbeitsorganisation zur Minimierung physischer Kontakte (z.B. ausgedehntes Homeoffice, Vermeiden von persönlichen Schichtübergaben in der Produktion).
  • Striktes Kostenmanagement und temporäre Kapazitätsanpassungen wie Abbau von Überstunden- und Ferienguthaben, Kurzarbeit oder alternative landesspezifische Instrumente, Solidaritätsbeiträge der Mitarbeitenden sowie freiwillige Lohnreduktionen bei Kadermitgliedern.

Und nicht zuletzt haben die Aktionäre und der Verwaltungsrat mit der reduzierten Dividende bzw. reduzierten Bezügen solidarisch einen Beitrag zur Abfederung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie geleistet.

Ertragskraft im zweiten Halbjahr deutlich gestärkt
Dank der anhaltenden Erholung der Nachfrage und der positiven saisonalen Effekte im zweiten Semester verbesserte sich die Auslastung der Produktionskapazitäten deutlich. Durch die höhere Auslastung, striktes Kostenmanagement und positive Mixeffekte konnte die EBIT-Marge im zweiten Semester auf 16.8% des Nettoumsatzes verbessert werden. Starke Resultate wurden insbesondere in den Monaten November und Dezember erzielt. Der Betriebsgewinn (EBIT) beläuft sich auf CHF 227.4 Mio., was einer gleichbleibenden EBIT-Marge von 13.3% gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Strategie durch COVID-19-Pandemie auf die Probe gestellt
Die COVID-19-Pandemie stellte die Geschäftsstrategie hinsichtlich ihrer Effektivität auf den Prüfstand. Die strategische Ausrichtung hat sich dabei als robust und richtig erwiesen:

  • Die Nähe zum Kunden ist für SFS zur erfolgreichen Umsetzung der Value Proposition essenziell. Wir verfolgen im Sinne der «Local-for-Local»-Strategie den kontinuierlichen Aufbau einer globalen Entwicklungs- und Produktionsplattform. SFS und ihre Kunden profitierten in diesem Zusammenhang von einer erhöhten Liefersicherheit, die aufgrund von kurzen und robusten Lieferketten realisiert werden konnte.
  • Dank der balancierten Ausrichtung auf unterschiedliche Endmärkte, Regionen und Vertriebskanäle federte SFS die Folgen des Nachfrageeinbruchs erfolgreich ab.
  • Mit dem verstärkten Fokus auf die Medizinaltechnik – einem weltweit wachsenden Markt – positioniert sich SFS attraktiv für die Zukunft.
  • Dank der guten Ertragskraft und der soliden Bilanz hat das Unternehmen die Kraft, auch in der Krise eine langfristig ausgerichtete Strategie zu verfolgen und die damit verbundenen Investitionen zu tätigen.

Aufgrund dieser Erkenntnisse sieht sich SFS bestärkt, den eingeschlagenen Weg konsequent weiter zu verfolgen.

Investitionen in zukünftiges Wachstum fortgesetzt
Zum Jahresbeginn wurde mit der Firma MBE Moderne Befestigungselemente GmbH (MBE) ein Experte für lackierte Befestiger bei hochwertigen Fassadensystemen übernommen. Mit dieser Akquisition baut SFS ihre Leistungen im Bereich der Befestigungstechnik für Fassadenkonstruktionen weiter aus und erweiterte ihren Markt- und Kundenzugang in der europäischen Baubranche.

Im Frühling konnte mit der Übernahme der Firma Truelove & Maclean, Inc (T&M) die «Local-for-Local»-Strategie weiter umgesetzt und die bestehende Entwicklungs- und Produktionsplattform in Nordamerika um die Tiefziehtechnik erweitert werden. T&M, mit Hauptsitz in Watertown, Connecticut (USA), ist ein führender Anbieter tiefgezogener Komponenten vorrangig für Kunden aus der Automobilindustrie.

Zur Realisierung von Wachstumsprojekten im Medizinalbereich starteten die Standorte in Hallau (Schweiz) und Franklin (USA) den Ausbau ihrer Infrastrukturen. Um die erforderlichen Kapazitäten für die Realisierung von Projekten im Bereich elektrischer Bremssysteme zu schaffen, wurde der Entscheid für den Bau einer zusätzlichen Produktionshalle am Standort in Heerbrugg (Schweiz) getroffen.

Währenddessen hat sich der neue Standort in Nantong (China) für die Division Electronics bewährt und die geplanten Effizienzsteigerungen konnten realisiert werden. Die Division Automotive und das Segment Distribution & Logistics profitieren zunehmend von den vorhandenen Ressourcen und Prozessen, um lokale Kunden zu bedienen.

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Um Kundenprojekte in der Division Automotive realisieren zu können, investiert SFS am Standort in Heerbrugg (Schweiz) in den Bau einer zusätzlichen Produktionshalle.

Die Investitionen in Gebäude, Anlagen sowie Hard- und Software betrugen in der Berichtsperiode CHF 104.1 Mio. (Vj. CHF 116.7 Mio.), was 6.1% des Nettoumsatzes entspricht.

Die SFS Group ist bestrebt, mit innovativen Marktleistungen und Lösungen für die Kunden Mehrwert zu schaffen. Zu diesem Zweck betreibt die SFS Group einen erheblichen Aufwand bei der Weiterentwicklung ihrer Kerntechnologien, der Bereitstellung von neuen Produkten und Systemen sowie der kontinuierlichen Verbesserung der Prozesse. Ziel ist, aus Sicht der Kunden die Möglichkeiten zur Optimierung der Gesamtkosten zu identifizieren. In vielen Projekten gelingt es uns, in enger Zusammenarbeit mit den Kunden, Effizienzgewinne in deren Wertschöpfungskette zu erzielen und den Erfolg gemeinsam zu «erfinden» – getreu dem Leistungsversprechen «Inventing success together».

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung lagen bei CHF 44.5 Mio. (Vj. CHF 44.4 Mio.), welche vollumfänglich der Erfolgsrechnung belastet wurden.

Engineered Components (EC)
Stark gefordert
Die Entwicklung des Segments EC war stark von der COVID-19-Pandemie geprägt. Nach einem grundsätzlich soliden Start im ersten Quartal brach die Nachfrage, bedingt durch Werkschliessungen bei wichtigen Kunden und teilweise weitere Restriktionen, im zweiten Quartal stark ein. Ab Juli setzte eine Erholung ein, welche im Verlauf des zweiten Halbjahres an Dynamik gewann und in den automobilnahen Bereichen besonders ausgeprägt war. Die Entwicklung wurde zusätzlich durch sehr erfolgreiche Produktlancierungen wichtiger Kunden aus der Elektronikindustrie sowie das organische Wachstum der Division Medical begünstigt.

Im Vergleich zum ersten Halbjahr stieg der Umsatz im zweiten Semester auf Segmentebene markant um 36.3% an. Der Jahresumsatz erreichte CHF 898.3 Mio., was einem Rückgang um –6.1% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die negativen Währungseffekte von –4.7% wurden teilweise durch die positiven Konsolidierungseffekte im Umfang von 2.6% kompensiert.

Die teils massiven Nachfragerückgänge im zweiten Quartal führten zu einer reduzierten Produktionsauslastung und belasteten die Ertragskraft erheblich. Dank frühzeitig ergriffenen Massnahmen zur temporären Reduktion der Kapazitäten und striktem Kostenmanagement konnten die negativen Folgen abgefedert werden. Dennoch halbierte sich das operative Ergebnis im ersten Semester im Vergleich zur Vorjahresperiode. Die EBIT-Marge sank auf 9.1%. Durch die zusehends verbesserte Auslastung stieg die Betriebsgewinnmarge im zweiten Halbjahr auf 20.2%. Für das Gesamtjahr resultierte eine EBIT-Marge von 15.5% (Vj. 17.0%, normalisiert).

Fastening Systems (FS)
Leistung gesteigert
Die Division Construction, ausgerichtet auf die Bauindustrie, unterlag weniger harten pandemiebedingten Einschränkungen und war weniger stark von Nachfragerückgängen betroffen. Bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte konnte die Division den Umsatz auf Vorjahresniveau halten.

Die Division Riveting, mit ihrem Fokus auf Anwendungen in der Industrie und dem Automobilsektor, war von den Verwerfungen aufgrund der COVID-19-Pandemie deutlich stärker betroffen. Im ersten Halbjahr bedeutete dies einen markanten Nachfragerückgang. Die Division verzeichnete eine deutliche Umsatzerholung ab dem vierten Quartal.

Der Umsatz im Segment FS betrug in der Berichtsperiode CHF 489.7 Mio., was einem Umsatzrückgang von –1.7% im Vergleich zu 2019 entspricht. Positive Konsolidierungseffekte aus den Akquisitionen der Triangle Fastener Corporation, Inc (TFC), im Frühjahr 2019 und der zu Jahresbeginn zur SFS gestossenen MBE trugen 6.0% zur Umsatzentwicklung bei. Negative Währungseffekte belasteten diese hingegen mit –5.3%.

Ertragsseitig konnte der Einfluss der abgeschwächten Nachfrage im ersten Halbjahr mittels temporärer Kapazitätsreduktionen und strikter Kostenkontrolle kompensiert werden. Im zweiten Semester profitierte das Segment, neben dem anhaltend strikten Kostenmanagement, von der verbesserten Auslastung sowie den erheblichen Anstrengungen der Vorjahre zur Steigerung der Effizienz. Getragen von dieser positiven Entwicklung und den neu akquirierten Unternehmen resultierte für das Gesamtjahr 2020 eine normalisierte EBIT-Marge von 11.5% (Vj. 9.2%). Beide Divisionen haben in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld zu dieser bemerkenswerten Leistungssteigerung beigetragen.

Distribution & Logistics (D&L)
Stabile Entwicklung
Das Segment D&L beliefert vorrangig Kunden aus dem Baugewerbe und der industriellen Fertigung in der Schweiz. Die balancierte Aufstellung hinsichtlich Vertriebskanälen und Produkten half, die negativen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf den Geschäftsgang zu beschränken. Insbesondere die gute Nachfrage in den Bereichen Baubedarf und persönliche Schutzausrüstung kompensierte die schwächere Entwicklung des Geschäfts mit Kunden aus der industriellen Fertigung. Als wichtige strategische Eckpfeiler haben sich die verschiedenen Absatzkanäle erwiesen. Die Relevanz einer breiten Marktabdeckung über differenzierte Absatzkanäle hat sich in diesem Jahr eindrücklich bestätigt. Das Segment erzielte in der Berichtsperiode einen Umsatz von CHF 316.9 Mio., was einer Reduktion gegenüber der Vorjahresperiode um –2.8% entspricht. Der Anteil der Währungseffekte am Rückgang betrug 0.6%.

Die insgesamt stabile Nachfrage, frühzeitig genutzte Instrumente zur temporären Anpassung der Kapazitäten, gute Resultate mit dem eShop und striktes Kostenmanagement beeinflussten die Ertragskraft positiv. Für das Geschäftsjahr resultierte ein EBIT von CHF 28.7 Mio., plus 9.4% gegenüber dem vergleichbaren Wert der Vorjahresperiode.

Beschäftigungsniveau leicht erhöht
Die SFS Group hatte Ende 2020 10’692 Vollzeitstellen (Vj. 10’571). Die Erhöhung im Jahresvergleich ist auf die Akquisitionen von MBE und T&M zurückzuführen. Auf vergleichbarer Basis ist das Beschäftigungsniveau geringfügig um –0.5% gesunken.

Nachhaltigkeit hat strategische Priorität
Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Treiber für unser Value Engineering und damit die Leistungen, welche wir für unsere Kunden erbringen. SFS publiziert seit letztem Jahr einen eigenständigen Sustainability Report sustainability.sfs.com. Dabei verfolgt SFS das langfristige Ziel, nachhaltiges Denken und Handeln ganzheitlich in die Unternehmensstrategie und das Geschäftsmodell zu integrieren. Als Mitglied des UN Global Compact bekennt sich SFS zu den Sustainable Development Goals (SDGs) und priorisiert hier aktuell vier Ziele: SDG 4 – Hochwertige Bildung, SDG 8 – Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum, SDG 12 – Verantwortungsvoller Konsum und nachhaltige Produktion sowie SDG 13 – Massnahmen zum Klimaschutz. Über die Zielsetzungen, Massnahmen und Fortschritte zu den einzelnen Themen informiert SFS jährlich im Rahmen des Dokuments «Communication on Progress » (UN Global Compact) sowie im GRI-Bericht (Option «Kern»). Den nächsten Sustainability Report wird SFS Ende Mai 2021 publizieren.

Potenzielle Risiken beurteilt
Die Konzernleitung und der Verwaltungsrat beurteilen regelmässig die wichtigsten Geschäftsrisiken der SFS Group. Mindestens einmal im Jahr wird eine umfassende Risikobeurteilung durchgeführt, in der die relevanten Risiken nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenspotenzial systematisch klassifiziert werden. Auch im Berichtsjahr wurden erneut potenzielle Risiken und die Möglichkeiten zu deren Eingrenzung diskutiert. Der Fokus lag dabei auf Datenverlust und eingeschränkter Betriebstätigkeit aufgrund von Cyberattacken, Investitionsrisiken bei Grossprojekten, Lieferverzögerungen infolge des Pandemieausbruchs, Risiken bei akquirierten Unternehmen, Gewährleistungsrisiken aufgrund von Rückrufaktionen, Abhängigkeit von der globalen Wirtschaftslage sowie Risiken im Bereich Compliance und Währungsschwankungen.

Veränderungen in der Konzernleitung
Am 1. Januar 2020 übernahm Iso Raunjak die Leitung des Segments Distribution & Logistics von Josef Zünd, der nach 49 erfolgreichen Jahren bei SFS im März 2020 in Pension ging. Nachdem J. Mark King auf den 1. August die Leitung der Division Medical abgegeben und in den Ruhestand getreten ist, führte Jens Breu, CEO der SFS Group, die Division Medical vorübergehend. Im Zusammenhang mit dem Entscheid zur Schaffung einer globalen Fertigungsplattform im Bereich der Medizinaltechnik hat Walter Kobler, Leiter der Division Industrial und langjähriges Mitglied der Konzernleitung, per 1. Januar 2021 zusätzlich die Leitung der Division Medical übernommen.

Im Sinne einer frühzeitigen und verantwortungsvollen Planung wählte der Verwaltungsrat der SFS Group bereits Ende April 2020 Volker Dostmann zum Nachfolger von Rolf Frei als CFO. Volker Dostmann verstärkt seit 1. November 2020 das Group Executive Board und wird die Funktion des CFO anlässlich der Generalversammlung vom 22. April 2021 übernehmen.

Rolf Frei – 40-jähriges Engagement für SFS
Seit seinem Eintritt 1981 und nach seiner Ernennung zum CFO sowie zum Leiter der Services prägt Rolf Frei die Entwicklung der SFS Group massgeblich. Nach der Übergabe der CFO-Funktion wird er das Unternehmen bis zu seiner ordentlichen Pensionierung 2023 bei ausgewählten strategischen Projekten weiterhin unterstützen.

Verwaltungsrat und Konzernleitung bedanken sich an dieser Stelle bereits heute bei Rolf Frei für seine langjährige und erfolgreiche Tätigkeit sowie die grosse Loyalität zum Unternehmen. Er hat über die Jahre mit seiner grossen Expertise, seinem unermüdlichen Einsatz, seiner konsequenten Ausrichtung auf die Kundenbedürfnisse und seiner feinen persönlichen Art einen wichtigen Beitrag für die erfolgreiche Entwicklung der SFS Group geleistet.

Antrag für Zuwahl von Manuela Suter in den Verwaltungsrat
An der Generalversammlung 2021 wird der Verwaltungsrat der SFS Group die Zuwahl von Manuela Suter, CFO und Mitglied der Konzernleitung von Bucher Industries beantragen. Aufgrund ihrer mehrjährigen Erfahrung in multidivisionalen, internationalen und börsenkotierten Industrieunternehmen erachtet der Verwaltungsrat die Zuwahl als eine wertvolle Ergänzung des Gremiums.

Auszahlung an die Aktionäre
Aufgrund der robusten Ertragslage, der sehr soliden Bilanzstruktur und der vorsichtig optimistischen Aussichten für die weitere Geschäftsentwicklung beantragt der Verwaltungsrat der Generalversammlung wie im Vorjahr die Ausschüttung von CHF 1.80 je Aktie. Die letztjährige Dividende wurde bereits als Zeichen der Solidarität mit dem Unternehmen und den Mitarbeitenden während der ersten Welle der COVID-19-Pandemie im Vergleich zur Auszahlung 2019 um 10% reduziert.

28. Generalversammlung vom 22. April 2021
Die Generalversammlung vom 22. April 2021 wird gestützt auf Art. 27 der bundesrätlichen Verordnung 3 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus (COVID-19-Verordnung 3), wie schon im Vorjahr ohne physische Teilnahme von Aktionärinnen und Aktionären durchgeführt. Dies auch dann, wenn zum Zeitpunkt der Durchführung kein Veranstaltungsverbot gemäss Art. 6 COVID-19-Verordnung besondere Lage mehr gelten sollte. Die Ausübung der Stimmrechte kann via schriftliche oder elektronische Vollmacht an den unabhängigen Stimmrechtsvertreter delegiert werden.

Die Generalversammlung findet in den Räumlichkeiten der SFS Group AG in Heerbrugg (Schweiz) im Beisein des unabhängigen Stimmrechtsvertreters und der Revisionsstelle statt. Weitere Informationen dazu folgen mit der Einladung.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2021
Auch im laufenden Geschäftsjahr werden der Schutz der Gesundheit unserer Mitarbeitenden sowie der Umgang mit den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf den Geschäftsgang im Zentrum unserer Aufmerksamkeit stehen. Investitionen in den gezielten Ausbau von Produktionskapazitäten und damit zur Realisierung von Wachstumsprojekten werden weiterhin konsequent umgesetzt. So erfolgte im Februar 2021 der Baustart für eine zusätzliche Produktionshalle am Standort in Heerbrugg (Schweiz) zur weiteren Realisierung von Wachstumsprojekten im Bereich Automotive. Ein weiterer strategischer Fokus gilt dem Ausbau der globalen Fertigungsplattform für die Herstellung von Produkten für Anwendungen in der Medizinaltechnik.

Für das Geschäftsjahr 2021 erwarten wir die Rückkehr zu organischem Wachstum und eine EBIT-Marge im Bereich des Vorjahres. Dies unter der Annahme einer fortschreitenden Erholung der Weltwirtschaft, welche nicht durch weitere globale Wellen von COVID-19 Infektionen gebremst wird.

Herzlicher Dank
Ein herzlicher Dank gilt allen Mitarbeitenden der SFS Group, welche im vergangenen Jahr mit grossem Engagement und viel Flexibilität die Herausforderungen der COVID-19-Pandemie gemeistert und die guten Ergebnisse ermöglicht haben.

Unseren Kunden und Geschäftspartnern danken wir für ihr Vertrauen und ihre Partnerschaft sowie für ihre Bereitschaft, auch in schwierigen Zeiten gemeinsam mit SFS an den Entwicklungen nachhaltiger und Mehrwert stiftender Lösungen festzuhalten.

Bedanken möchten wir uns ausserdem bei unseren treuen Aktionären, welche im vergangenen Jahr loyal und solidarisch zu unserem Unternehmen gehalten haben. Sie verleihen der SFS Group Stabilität und leisten so einen Beitrag für die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens.

ushs
Heinrich SpoerryPräsident des Verwaltungsrats
usjb
Jens BreuCEO